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Das bin ich...

 

es war ein eisig kalter 2. Weihnachtstag im 20. Jahrhundert. Die Uhr schlug 11.02 als ich im traditionsreichen Severinsklösterchen in Kölle herzerfrischende erste Laute von mir gab. Die Geburtsstätte ist ein absolutes "Muss" für echt kölsche Mädcher. Während meine Mutter bei der Geburt alles gab, fiel mein Vater vor Schreck in Ohnmacht. Typisch Mann, wenns brenzlich wird, macht er sich dünne!

Bis zur Pubertät wuchs ich recht "süss"  im elterlichen Konditorei und Cafèbetrieb auf.

Neben meinem Hang zu Vanilleeis und Marzipan, konnte ich meine Begeisterung zur Musik und ganz besonders zum Karneval nicht zurückhalten. Ich stieg nie auf der Karriereleiter nach oben, dafür aber jedes Jahr in "de Schull-Bütt" und gab mein Bestes.

Nicht nur das, nein, ich wollte auch noch die zweite Caterina Valente werden. Als ob ich sie ersetzen könnte! Sie war ein Star und ich wollte es auch sein. Ich bekam sogar einige Auftritte bei Toni Steingass an Hausfrauennachmittagen mit Küppers Reisen, doch ich war ein Kind und kein Star.

Durch Hans Blum (ehemals Hansen Quartett bzw. auch Henry Valentino) bekam ich ein Vorsingen bei der Emi, wobei ich wegen kindlicher Übermüdung durchfiel. Rainer Bertram meinte nach meinem Vortrag, dass ich noch ein bißchen üben sollte. Hab ich mir zu Herzen genommen und meine Gesangskarriere an den höchsten Nagel, den wir zu Hause schon in der Wand hatten, aufgehangen.

Nun schlummerten meine vielfältigen, geheimen Begabungen die nächsten Jahrzehnte in mir so  vor sich hin.

Bis ich eines Tages die Liebe zu Musicals und Kindern entdeckte: gründete die "Heider Kirchenmäuschen" und machte uns damit einen Namen, fußbreit über unsere Pfarrgemeinde hinaus. Ich führte mit bis zu 60 Kinder im Alter von 3-16  innerhalb von 10 Jahren 15 Musicals auf.

Ich führte die Regie und Choreographie, entwarf Kostüme und Bühnenbilder und schrieb meinen ersten Liedtext "Traumwelt der Kinder" Die Erstauflage dieses Titels betrug 10.000 und wurde von der eigens für diesen Titel zusammengestellte Kölner Benefiz-Band aufgenommen, bestehend aus:

Moshe Fleischer, Toni Polster, Samy Orfgen, Hella von Sinnen, Karl-Heinz Brandt (De Räuber), Sven West, Hans Horst Engels (ehemaliger Präsident Festkomitee des Kölner Karnevals), Sophisticats und Detlef Lauenstein.

Zwei weitere Auflagen folgten.

Dann ging's bergauf!

Ich schlug mich auf die kölsche Schiene und textete was die Feder hergab. Ich textete und textete, ob die Welt das wollte oder nicht. Ich texetete weiter, so lange bis ich den nächsten Titel auf CD gebrannt hören konnte.

Mit dem Titel "Marieche, kumm noh Huss" rotierte mein Gedankengut 13 Wochen auf WDR 4.

Ziele, habe ich dabei immer wieder in mein linkes Auge gefasst u.a. das Ziel ein Gema-Stipendiat zu werden. Celler Schule, der Inbegriff aller Musen. Die Masterclass aller Textdichter und ich wollte da hinein. Leider konnte die Jury meine kölschen Texte weder gut verstehen noch lesen. Acht Jahre habe ich sie immer wieder zugemüllt mit meinen Textversuchen und Pflichtaufgabenerfüllen.

Meine Dozenten konnten keine Besseren sein: Edith Jeske (MusenLust) und Tobias Reitz

Ich hatte es geschafft!!!

Einmal drin - immer drin und hier bekommt mich auch keiner mehr raus. Ich bin stolz, dazu zu gehören.

Mittlerweile schreibe ich zweisprachig, kölsch und hochdeutsch.

Und was das Tollste ist - ich mache weiter!!!